Clementoni - Mein Roboter

Clementoni – Mein Roboter
Ab 8 Jahren.


Direkt zu Beginn schon SUPER: das Anleitungsheft fängt nicht „stumpf“ mit einer Bauanleitung an, sondern mit Begriffserklärungen und Herkunft des Wortes „Roboter“. Weiter geht es dann mit Erläuterungen, was man unter „Robotertechnik“ versteht, dem geschichtlichen Hintergrund (erstes Roboter-Projekt von Leonardo da Vinci, 1495) und der Beschreibung des Grundelements der Robotertechnik, der Elektronik. Damit ist Clementoni meiner Meinung nach ein sehr guter Einstieg in dieses komplexe Thema und eine nützliche Vorbereitung auf den Bau dieses Roboters gelungen.

Es folgen ausführliche Beschreibungen und Erklärungen der wichtigsten elektronischen Bauteile, mit deren Hilfe man die späteren Aktivitäten des Roboters besser nachvollziehen kann. Angefangen bei der Definition, Herstellung und Montage einer Leiterplatte werden auch Motoren, Zahnräder, Batteriefach und LEDs in ihrem Aufbau und ihrer Funktion genau beschrieben. Danach folgt dann die zweiseitige Montageanleitung des Roboters mit kurzen, einfachen Texten und Bildern. Anhand dieser Bauanleitung ist es wirklich kinderleicht, den Roboter zu montieren.

Wie beim Modellbau werden zum Beispiel die Plastikkomponenten aus dem „Gitter“ herausgetrennt und überstehende oder scharfe Ecken und Kanten abgefeilt. Dann werden die Teile nacheinander zusammengesteckt und am Schluss mit den dazugehörigen Kabelsteckern verbunden.

Als Tipp: Auf jeden Fall sollte man neue und vier gleiche Batterien verwenden. Ich tat das beim ersten Versuch nicht und bei „Sam“ (so haben wir unseren Roboter benannt) leuchteten lediglich die Augen auf. Mit frischen Batterien funktionierte alles genau wie in der Anleitung beschrieben: die Programmtaste drücken, dann den „Laufweg“ durch Drücken der jeweiligen Richtungstasten festlegen, danach wieder Programm und dann Enter … und schon fährt „Sam“ los und macht genau das, was er machen soll! Insgesamt kann er mehr als 50 aufeinander folgende Befehle speichern und ausführen. Aber nicht nur das! Man kann ihn auch für viele verschiedene Aktivitäten bzw. Spiele programmieren und einsetzen (z.B. Wörter- oder Zahlensuchspiel; Nachrichten überbringen; zeichnen; Metall suchen; …).

Ein faszinierender Spaß, hinter dem viel Lernpotential und Forscherdrang steckt! Auch in manchen Schulen ist schon lange bekannt, wie wertvoll und lernunterstützend ein solches „Roboterprojekt“ für die Kinder zum besseren Verständnis von Physik, Mechanik und Elektronik sein kann und wird dort  auch schon mal sehr gern im Unterricht eingesetzt. Meiner Meinung nach würde sich dieses Exemplar dafür auch sehr gut eignen, da sowohl der theoretische Einstieg als auch die praktische Anwendung kindgerecht, verständlich und trotzdem spaßbringend ist.

Und selbst, wenn man den ganzen wissenschaftlichen Aspekt außen vor lässt, ist es einfach ein tolles Gefühl, dieses kleine, man möchte fast schon sagen „Wesen“ gebaut zu haben und dann zu sehen, mit wie viel Spaß und Freude die Kinder mit ihrem neuen „Freund“ zusammen spielen.

Fazit: ein tolles „Lern-Spielzeug“, dass es wie kaum ein anderes versteht, sowohl Wissen als auch Spielfreude zu vermitteln. TOP!!!

Text & Bilder: A. Z.