HABA – „Der Schatz der 13 Inseln“

Ein waghalsiges Abenteuer für
2-4 geschickte Schatzjäger von 6-99 Jahren.

VORSICHT: BLINDFLUG!!!

Zur SPIELIDEE:
„Wer ist mutig und hat Lust auf ein spannendes Abenteuer? Dann ab in die Lüfte und Kurs auf die 13 Inseln setzen! Zuerst muss das Luftschiff geschickt um Klippen, Vulkane und direkt durch den dichten Nebel gelenkt werden. Auf den Inseln gilt es seltene Artefakte und geheimnisvolle Objekte zu sammeln. Nur so erhält man von einer Gruppe von Forschern wichtige Hinweise auf den sagenhaften Schatz. Doch die Zeit drängt! Denn andere Piloten haben sich ebenfalls auf die Suche nach dem Schatz gemacht. Wer entschlüsselt zuerst das Geheimnis der 13 Inseln und holt sich den sagenhaften Schatz?“

SPIELINHALT:

1 runder Spielplan, 4 Charakter-Plättchen, 4 Spielsteine, 1 großer Schatz, 1 Navigationsmaske, 30 Plättchen mit Forschungsobjekten, 35 Karten, 1 Spielanleitung.

 

SPIELABLAUF:

Der Startspieler benennt eine Insel, zu der er fliegen möchte. Im folgenden Zug hat er/sie dann zwei verschiedene Möglichkeiten: Eine Insel ansteuern, um dort ein Objekt zu erforschen. Auf einer Insel bleiben, um dort ein weiteres Objekt zu erforschen. Dann ist der nächste Spieler am Zug.

Man startet immer an der Stelle, wo sich die Spieler-Figur gerade befindet. Bewegt wird das Luftschiff immer nur mit einem Finger auf der Figur (niemals mit zwei Fingern an den Seiten festhalten!).

Dann muss man sich die Navigationsmaske vor das Gesicht halten, damit man während des Zuges nicht sehen kann, wo sich die Figur gerade befindet oder wohin man sie bewegt. Das Luftschiff wird also „blind“ über den Spielplan manövriert.

Erreicht ein Kapitän eine Insel, ohne vorher in ein Hindernis zu geraten, gebietet es die Fairness unter den Kapitänen, dass die anderen ihm Bescheid sagen. Eine Insel gilt dann als erreicht, wenn man mit der Luftschifffigur irgendeinen Teil der Insel (Strand, Küste) berührt. Es ist aber auch erlaubt, nur soweit zu fahren, wie man möchte, und den Zug zu beenden, bevor eine Insel erreicht wird. In der nächsten Runde dürfte man dann genau an dieser Stelle die Fahrt fortsetzen.

Erreicht man ohne Hindernis eine Insel, darf der Spieler ein Forschungsobjekt untersuchen (antike Artefakte und seltene Pflanzen = die Aufträge) und gegebenenfalls mitnehmen (Auftragskarte). Passen die Plättchen nicht zum eigenen Auftrag, wird es wieder umgedreht. Darüber hinaus kann man auch ein weiteres Objekt auf der Insel erforschen oder eine neue Insel ansteuern (wieder unter Einsatz der Navigationsmaske).

Die Aussparungen auf dem Spielplan zeigen die verschiedenen Hindernisse (= Vulkandampf und Wolkenfelder) auf dem Weg zu den Inseln an. Wenn das Luftschiff in eine dieser Aussparungen rutscht, ist der Zug sofort beendet und es kann nicht mehr weiterfliegen. Dann wird sofort eine Schadenskarte gezogen und vor sich abgelegt. 

Den nächsten Zug beginnt der Spieler dann an der Stelle, an der er/sie zuvor „gestrandet“ ist.

Wenn bereits eine Schadenskarte vorliegt, ist das Luftschiff schwer beschädigt und man muss die Figur sofort auf eine Reparaturinsel (= Symbol auf der Schadenskarte) zur Reparatur setzen. Die nächste Fahrt beginnt dann wiederum von dieser Insel aus.

Jede Auftragskarte der jeweiligen Spieler enthält zwei Forschungsobjekte, die man auf den Inseln finden muss. Wenn beide Objekte entdeckt wurden, ist der Auftrag erledigt und der Spieler darf zur Belohnung eine der Hinweiskarten beim großen Schatz ansehen, sich den darauf abgebildeten Hinweis gut merken und die Karte danach wieder verdeckt zurücklegen. Danach kann sich der/die Spieler/in eine neue Auftragskarte nehmen.

Hat man alle 3 Hinweiskarten gesehen, kann man die Hinweise miteinander verbinden und den Schatz auf der entsprechenden Insel suchen bzw. bergen. 

Wer die richtige Insel erreicht und den großen Schatz geborgen hat, ist der wagemutigste Abenteurer und der Gewinner!

 

FAZIT:

Durch die Navigationsmaske wird das Ganze zu einer echten Herausforderung und einem kniffligen Parcours!

Die Aufgabenstellung ist eigentlich denkbar einfach: flieg zu einer Insel und entdecke/sammle antike Artefakte und/oder seltene Pflanzen. Doch der Weg dorthin wird schon durch die Hindernisse (Aussparungen im Spielbrett) an sich erschwert – durch den Einsatz der Navigationsmaske, also dem „Zuhalten der Augen“, wird ein heiles Erreichen der Inseln fast unmöglich. Nur langsam und mit ein paar Runden Übung gelangten wir allmählich an unsere Ziele. Daher würde ich diese Spiel eher den geduldigen und „ehrgeizigen“ Spielertypen empfehlen – „Schnellstarter“ sind hier wirklich fehl am Platz! Es braucht Konzentration, Fingerspitzengefühl und Merkfähigkeit, um wirklich an sein/ihr Ziel zu gelangen. Das mindert aber in keinster Weise den Spielspaß, sondern erhöht meiner Meinung nach eher den Anreiz, den Schatz finden zu wollen, der größte Abenteurer sein zu wollen und den Ansporn, es nach einer „Bruchlandung“ in der nächsten Runde besser zu machen. Schönes, wenn auch nicht ganz einfaches Spiel!!!

 

TIPP:

Bei unseren jüngeren  Mitspielern haben wir  ab und zu ein wenig „nachgeholfen“, indem wir Richtungshinweise nach dem Motto „kalt, warm, wärmer“ gegeben haben.

 

 

Text & Bilder: A. Z.