PIATNIK: Agent Undercover

Kommunikatives Partyspiel ab 12 Jahren

für 3 bis 8 Spieler

 

Bei diesem Spiel gilt es, als Agent nicht enttarnt zu werden und als Akteure die richtigen Fragen zu stellen. Diese Aufgabe ist anfangs gar nicht so einfach wie sie klingt, zieht aber dennoch jeden sofort in seinen Bann.

Aber erst mal zum Spielablauf: insgesamt gibt es 208 Karten, die sich zu 25 Decks mit je 8 Karten aufteilen. Vor Spielbeginn müssen diese 25 verschiedenen „Ortschaften“ inklusive Agentenkarte in die dafür vorgesehenen Zip-Beutel verteilt werden. TIPP: direkt von Anfang an darauf achten, dass alle Zip-Beutel gleich aussehen (Kartenrückseite und Agentenkarte, in jedem Beutel in der gleichen Richtung).

Nun werden alle (identisch aussehenden) Zip-Beutel auf einen Haufen abgelegt und ein beliebiger Beutel ausgesucht. Aus diesem Beutel wird  die den Spielern entsprechende Anzahl an Karten herausgenommen (bei 5 Spielern z. B. 4 Karten plus die Agentenkarte), die dann wiederum gut vermischt an die Mitspieler verteilt werden.

 

In unserem Beispiel sehen nun vier Spieler den Ort, an dem sich alle befinden und ihren jeweiligen Beruf/ihre jeweilige Funktion/Rolle an diesem Ort und ein Spieler sieht diese Information nicht, denn er ist der Agent. In den folgenden 8 Spielminuten (anfangs kann man auch mit 12 bis 15 Minuten spielen) gilt es nun anhand von geschickten Fragen und Antworten herauszufinden, WER der Agent ist bzw. für den Agenten, an WELCHEM ORT sie sich befinden. Nach Ablauf der 8 Minuten müssen die Mitspieler ihren Verdacht äußern, wer der Agent ist bzw. sein könnte. Natürlich kann man aber auch schon vorher, während des Spiels, die Runde stoppen und seinen Verdacht kund tun. Sind alle Mitspieler dann derselben Meinung, endet hier schon das Spiel, selbst wenn alle falsch lagen. Lag der Verdacht sogar richtig, bekommt der „Stopp“-Rufer einen Extrapunkt. Wollen sich die Mitspieler hingegen noch nicht mit ihrem Verdacht äußern, geht die Runde weiter.

Genauso verhält es sich aber auch mit dem Agenten, wenn dieser meint, den Ort bereits zu wissen: er darf die Spielrunde stoppen und seine Meinung sagen. Liegt er mit seiner Ahnung richtig, hat er gewonnen. Liegt er falsch, gewinnen die Akteure.

Gewonnen hat, wer nach Ende der vereinbarten Anzahl von Runden die meisten Punkte gesammelt hat.

Da es schon ein wenig Übung bedarf, bis man die richtigen Fragen drauf hat, wird auch in der Anleitung empfohlen, zu Beginn mit mindestens vier bis fünf Runden zu spielen (ca. 1 Stunde).

 

Mein FAZIT:

Ich hätte nicht gedacht, dass es manchmal so knifflig sein kann, die richtigen Fragen zu stellen bzw. auch so wichtig, wohlüberlegte Antworten zu geben. Besonders, wenn man direkt zu Beginn einer Spielrunde als Agent etwas gefragt wird. Wie führt man sich gegenseitig am besten in die „Irre“?

Direkt zu Beginn sollte man sich sehr gut mit den verschiedenen Orten vertraut machen (anfangs noch die Übersicht vor sich liegen lassen), um sich so besser auf die Fragen konzentrieren und einlassen zu können. Gutes Zuhören, auch Dinge zwischen den Zeilen heraushören, aufmerksam sein, eine gute Kombinations- und Merkfähigkeit gehören auf jeden Fall zu diesem Spiel dazu.  Wer jetzt aber meint, dass das gar nicht wirklich nach Spaß klingt, der hat sich gewaltig getäuscht: ich habe selten in einer großen Spielrunde so viel gelacht und Lachen gehört wie bei diesem Spiel. Denn gerade weil „Agent Undercover“ durch Kommunikation lebt und die richtigen Fragen und Antworten so wichtig für einen positiven Spielverlauf (egal, von welcher Rolle aus betrachtet) sind, überraschen dann doch manchmal die Reaktionen und Äußerungen der anderen und sorgen damit für allgemeine Belustigung. Dabei sollte man besonders bei vielen Runden mit denselben Spielern vielleicht auch darauf achten, sich nicht durch immer gleich lautende Fragen oder Antworten zu verraten oder dem Agenten damit zu viele Hinweise auf den Ort zu liefern (z. B. wenn man sich am oder im Meer befindet). Je nach Runde kann es dann auch schon mal vorkommen, dass einem 8 Minuten wie eine Ewigkeit oder aber auch ganz im Gegenteil nur wie Sekunden erscheinen…

Auch in diesem Spiel steckt dadurch eine Menge Spannung, ein gewisses Entwicklungspotential, das mit jeder Runde zunimmt bzw. verbessert wird und wovon man kaum genug bekommen kann. So werden aus den geplanten 4 bis 5 Runden auch schnell mal 10 Spielrunden. Meiner Meinung nach ein Spiel, das sich vollkommen zu Recht als „Partyspiel“ bezeichnet, da es wirklich klasse für einen lustigen Gesellschaftsabend mit mehreren Personen geeignet ist. Natürlich ist es auch, je größer die Spielerrunde ist, zunehmend kniffliger und herausfordernder, gute Fragen und Antworten zu formulieren, aber das Gespür für die richtigen „Zwischentöne“ wächst ebenfalls daran. Ein SEHR EMPFEHLENSWERTES Partyspiel, an dem nicht nur 007 Gefallen finden würde!!!

Text & Bilder: A. Z.