Pro & Contra - Testungen



Testungen - Sinn oder Unsinn?!

Natürlich sollte man nicht in panische Wegwerfaktionen verfallen, wenn man von Testungen hört, in dem jedes zweite oder dritte Spielzeug negativ bewertet wurde. Und natürlich stirbt keiner davon, wenn man mal zum Beispiel ein Schadstoff belastetes Spielzeug in die Hände nimmt. Es befinden sich heutzutage so viele Schadstoffe um uns herum, dann dürften wir wahrscheinlich nur noch als Selbstversorger in unserer einsamen Hütte auf dem Berg leben…


... aber im Ernst: wir müssen andrerseits auch nicht die Augen vor möglichen Spätfolgen verschließen und diese damit noch provozieren. Zum Wohle unserer Kinder und deren Gesundheit können wir aufpassen, was wir Ihnen zum Spielen geben und darauf achten, dass es die bestmögliche Qualität hat. Denn ich als Mutter möchte mich nicht irgendwann fragen müssen, wenn mein Kind beispielsweise an einer hormonellen Störung oder einer Allergie leidet, ob es nicht vielleicht doch auch daran lag, dass ich solche Dinge ignoriert habe… zumal es ja wirklich auch schon Fälle gab, Beispiel Phthalate, wo der Schadstoff nachweislich einen direkten Bezug zur hormonell-körperlichen Veränderung von Kindern hatte und deshalb auch von der EU für die Herstellung von Kinderprodukten verboten wurde - trotzdem wird es nach wie vor noch in einigen Spielwaren oder Kinder-Stiften gefunden.

 

Oder würden Sie ihr Kind einem Konsum von 40 Zigaretten/Stunde aussetzen? So hoch lag der Benzo(a)pyren-Gehalt in manchem getesteten Spielzeug, der bei einstündigem Spielen über direkten Hautkontakt aufgenommen werden kann. Oder würden Sie ihr Kind an einem Autoreifen „lutschen“ lassen? In manchen Kinderspielzeugen lag der PAK-Gehalt bis 9mal höher, als der gesetzliche Grenzwert für die Autoreifen-Herstellung…

 

Und während der Schwangerschaft achte ich als verantwortungsvolle Mama doch auch auf meine Ernährung, meine körperliche Konstitution, höre beispielsweise (hoffentlich!!!) mit dem Rauchen und/oder Alkohol trinken auf. Warum sollte ich diese Fürsorge(pflicht) und den verantwortungsvollen Umgang mit den Produkten für mein Kind dann später vernachlässigen? Gerade, wo Kinder von diesen ganzen Dingen noch nichts wissen, auf uns angewiesen sind und uns als Eltern auf allen Gebieten blind vertrauen!

 

Wir müssen uns, wie bei allen Themen, einfach mal fragen: würde ICH das wollen? Würde ich selbst jeden Tag wissentlich mit gefährlichen oder schadstoffhaltigen Produkten hantieren wollen? Warum sollten wir dann kleine, schutzbedürftige Wesen solchem Risiko aussetzen? Ist es die 2 Euro oder 3 Euro oder meinetwegen die 20 Euro wirklich wert, die man vielleicht spart? Sollte man dann nicht vielleicht lieber weniger kaufen, aber dafür auch mehr Wert auf Qualität setzen?! Zumal ja sogar sehr viele günstige Produkte auch sehr gut sein können – man muss halt nur wissen, WELCHE und sich darüber informieren!!! …



Interessante Links...

... zu Artikeln:

Der vorliegende Artikel aus der SZ (www.sueddeutsche.de) beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung zwischen der Spielzeugindustrie und „Stiftung Warentest“ bzw. deren Vorgehensweise bei Testungen. Die Spielzeugindustrie wirft der Verbraucherorganisation mehr oder weniger „Willkür“ bei der Datenerhebung und den Messmethoden vor und plant, dagegen anzugehen…